Architektur-Glossar

Dieses Architektur-Glossar bietet einen Überblick über zentrale Begriffe aus Architektur und Bauwesen – kurz und verständlich erklärt. Suche und Filter helfen dabei, schnell den passenden Begriff zu finden. Das Glossar dient der fachlichen Orientierung für Bauherren in Planung, Genehmigung und Kosten.

Die Begriffe ersetzen keine individuelle Prüfung. Für vertiefende Zusammenhänge verweisen die Einträge auf passende Fachartikel. Maßgeblich für konkrete Entscheidungen sind die jeweils geltenden Gesetze und Auskünfte der zuständigen Behörden.

Hinweis

Das Glossar liefert kurze Begriffsdefinitionen zur Orientierung. Für Vertiefung nutzen Sie die verlinkten Fachartikel. Rechtlich verbindlich sind Gesetze und Behördenauskünfte.

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Top‑Begriffe:

A
Abstandsflächen

Mindestabstände zur Grundstücksgrenze; zentral für die Genehmigungsfähigkeit.

Quelle: BayBO (Art. 6).

Abnahme

Formelle Bestätigung, dass die Leistung vertragsgerecht erbracht ist; Startpunkt der Gewährleistung.

Quelle: BGB (Werkvertragsrecht).

Gewährleistung

Haftung für Mängel innerhalb gesetzlicher Fristen nach Abnahme.

Quelle: BGB (Werkvertragsrecht).

Abnahmeprotokoll

Schriftliche Dokumentation der Abnahme mit festgestellten Mängeln und deren Behandlung.

Quelle: BGB (Werkvertragsrecht).

Abschlagszahlung

Teilzahlung während der Bauausführung nach erbrachter Leistung.

Quelle: BGB, VOB/B.

Aufstockung

Erweiterung eines Gebäudes durch Aufsetzen zusätzlicher Geschosse.

Quelle: BayBO (Änderung baulicher Anlagen).

Anschluss (Hausanschluss)

Übergabepunkt der Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Abwasser, Telekommunikation).

Quelle: Praxisbegriff.

Anrechenbare Baukosten

Kostenbasis für die Honorarbemessung nach HOAI (ohne Grundstück).

Quelle: HOAI-Gesetzestext.

Anschlusskosten

Kosten für die Herstellung von Hausanschlüssen (Wasser, Strom, Abwasser).

Quelle: Kommunale Satzungen, Praxisbegriff.

Aufzugsschacht

Vertikaler Schacht für Aufzugsanlagen als Teil der Gebäudestruktur.

Quelle: DIN 18040, Praxisbegriff.

Anbau

Erweiterung eines bestehenden Gebäudes durch zusätzlichen Baukörper.

Quelle: Praxisbegriff.

Ansichten

Außenansichten des Gebäudes als Teil der Bauvorlagen.

Quelle: Bauvorlagenverordnung (BayBauVorlV).

Ausbau

Ausbaugewerke nach dem Rohbau, z. B. Oberflächen, Ausbau und TGA.

Quelle: Praxisbegriff.

Aussteifung

Stabilisierung des Tragwerks gegen horizontale Lasten wie Wind.

Quelle: DIN EN 1990 (Eurocode 0).

Außenanlagen

Kosten für Außenbereiche wie Wege, Pflaster, Grünflächen und Einfriedungen.

Quelle: DIN 276.

Außenputz

Schutz- und Gestaltungsschicht auf Außenwänden.

Quelle: DIN 18550, Praxisbegriff.

Attika

Aufkantung über der Dachkante, meist bei Flachdächern.

Quelle: Praxisbegriff.

Ausschreibungsunterlagen

Unterlagen für die Ausschreibung: Leistungsverzeichnis, Pläne, Beschreibungen.

Quelle: VOB/A, soweit anwendbar.

Ausschreibung

Leistungsbeschreibung, damit Angebote vergleichbar werden und die Vergabe sauber erfolgt.

Quelle: VOB/A (öffentliche Vergabe), soweit anwendbar.

B
Bauantrag

Formeller Antrag bei der Behörde, der auf der Genehmigungsplanung basiert.

Quelle: BayBO und BayBauVorlV.

Bauwerksabdichtung

Abdichtung gegen Bodenfeuchte und Wasser im erdberührten Bereich.

Quelle: DIN 18533.

Bauphysik

Wärme, Feuchte, Schall und Licht im Gebäudeverhalten.

Quelle: GEG, DIN 4108, DIN 4109.

Balkonplatte

Auskragende Platte eines Balkons; statisch und bauphysikalisch relevant.

Quelle: DIN EN 1992 (Eurocode 2), Praxisbegriff.

Brüstungshöhe

Höhe einer Brüstung, z. B. bei Fenstern und Balkonen.

Quelle: BayBO, DIN 18065.

Betonstahl

Stahl zur Bewehrung von Betonbauteilen.

Quelle: DIN 488.

Bauträger

Unternehmen, das Grundstück und Gebäude aus einer Hand anbietet.

Quelle: Praxisbegriff.

Bauleitplanung

Städtebauliche Planung aus Flächennutzungsplan und Bebauungsplan.

Quelle: BauGB.

BauNVO

Baunutzungsverordnung, regelt Baugebiete und zulässige Nutzungen.

Quelle: BauNVO.

Baulast

Öffentlich‑rechtliche Verpflichtung auf einem Grundstück zugunsten eines Bauvorhabens.

Quelle: Bauordnungsrecht der Länder (Praxisbegriff).

Bauvoranfrage

Vorabklärung zur Zulässigkeit eines Vorhabens vor dem Bauantrag.

Quelle: Praxisbegriff.

Baugrund

Boden und Untergrund als Grundlage für Gründung und Tragfähigkeit.

Quelle: Praxisbegriff.

Baugrundgutachten

Untersuchung von Boden und Grundwasser als Basis für Gründung und Kosten.

Quelle: DIN 4020, Eurocode 7 (DIN EN 1997), DIN 1054.

Baunebenkosten

Kosten neben dem Bauwerk, z. B. Gebühren, Gutachten, Versicherungen.

Quelle: DIN 276.

Bauwerkskosten

Kosten für Baukonstruktion und technische Anlagen.

Quelle: DIN 276.

Bauleitung (Objektüberwachung)

Überwachung der Ausführung, Qualität, Kosten und Termine auf der Baustelle.

Quelle: HOAI-Gesetzestext (LPH 8).

Bauvorlageberechtigung

Recht, Bauanträge einzureichen (Architekt/Bauingenieur).

Quelle: BayBO (Bauvorlageberechtigung).

Bauvorlagenverordnung (BayBauVorlV)

Regelt Inhalt und Form der Bauvorlagen für Bauanträge.

Quelle: BayBauVorlV.

Bebauungsplan

Kommunale Satzung mit verbindlichen Festsetzungen zur Bebauung.

Quelle: BauGB, BauNVO.

Baugrunduntersuchung

Untersuchung von Boden und Grundwasser für Gründung und Kosten.

Quelle: DIN 4020, DIN EN 1997.

Befreiung

Abweichung von Festsetzungen im Bebauungsplan unter bestimmten Voraussetzungen.

Quelle: BauGB (§ 31).

Bestandsschutz

Rechtslage, die bestehende Gebäude vor neuen Vorschriften schützt.

Quelle: Praxisbegriff, erläutert im Artikel Bestandsschutz.

Bestandsaufnahme

Systematische Erfassung des Ist‑Zustands als Grundlage für Planung und Kosten.

Quelle: Praxisbegriff.

Bausubstanz

Materielle Substanz eines Gebäudes (Konstruktion, Bauteile, Zustand).

Quelle: Praxisbegriff.

Beton

Baustoff aus Zement, Wasser und Gesteinskörnung; häufig im Massivbau.

Quelle: Praxisbegriff.

BayBO

Bayerische Bauordnung, regelt Anforderungen und Verfahren im Freistaat Bayern.

Quelle: BayBO.

BayDSchG

Bayerisches Denkmalschutzgesetz, regelt Schutz und Umgang mit Denkmälern.

Quelle: BayDSchG.

BayWG

Bayerisches Wassergesetz, ergänzt das Wasserhaushaltsgesetz auf Landesebene.

Quelle: BayWG.

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch, zentrale Grundlage für Vertragsrecht und Haftung.

Quelle: BGB.

BauGB

Baugesetzbuch, regelt das Planungsrecht und die Bauleitplanung.

Quelle: BauGB.

Brandschutz

Schutz von Personen und Gebäuden; Anforderungen variieren je nach Gebäudeklasse.

Quelle: BayBO und Sonderbauverordnungen.

Brandschutznachweis

Nachweis, dass die Anforderungen an den Brandschutz eingehalten sind.

Quelle: BayBO, Sonderbauverordnungen.

Brandschutzplaner

Fachplaner für Brandschutznachweise und Konzepte.

Quelle: Praxisbegriff.

Brandschutztechnisch

Fachlicher Bezug auf Brandschutzanforderungen und Nachweise.

Quelle: Praxisbegriff.

Barrierefreiheit (DIN 18040)

Anforderungen an zugängliche Gebäude und Wohnungen.

Quelle: DIN 18040, BayBO.

Bewegungsfläche

Erforderliche Freifläche für Bewegungen, z. B. bei Barrierefreiheit.

Quelle: DIN 18040.

Baubeschreibung

Beschreibung von Bauweise, Materialien und Ausstattung als Bauvorlage.

Quelle: Bauvorlagenverordnung (BayBauVorlV).

Bauvorlageberechtigt

Berechtigt, Bauanträge einzureichen (z. B. Architekt, Bauingenieur).

Quelle: BayBO (Bauvorlageberechtigung).

Bauüberwachung

Kontrolle der Ausführung auf Qualität, Kosten und Termine (LPH 8). Synonym für Bauleitung/Objektüberwachung.

Quelle: HOAI (Objektüberwachung).

C
Carport

Überdachte Stellfläche; oft genehmigungsfrei, aber an Abstände gebunden.

Quelle: BayBO (genehmigungsfrei/Abstände), BauGB (B‑Plan).

D
Denkmalschutz

Rechtliche Vorgaben für denkmalgeschützte Gebäude.

Quelle: BayDSchG.

Denkmalschutzbehörde

Zuständige Fachbehörde für Genehmigungen und Auflagen im Denkmalschutz.

Quelle: BayDSchG.

Dachneigung

Neigungswinkel des Dachs; relevant für Gestaltung und Bebauungsplan.

Quelle: Festsetzungen im BauGB (B‑Plan).

Dachkonstruktion

Tragende Konstruktion des Daches mit Sparren, Pfetten und Dachbinder.

Quelle: DIN EN 1995 (Holzbau), DIN EN 1992 (Massivbau).

Dampfbremse

Wasserdampfregulierende Schicht zur Feuchteschutz in der Gebäudehülle.

Quelle: DIN 4108, DIN 68800 (Holzschutz).

Dachschräge

Geneigte Dachfläche, relevant für Wohnflächenanteile.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Dränage

Entwässerungssystem zur Ableitung von Sickerwasser am Bauwerk.

Quelle: DIN 4095.

DIN

Deutsches Institut für Normung; technische Regeln und Standards.

Quelle: DIN.

DIN 276

Norm zur Kostengliederung im Bauwesen (Kostengruppen).

Quelle: DIN 276.

DIN 277

Norm zur Flächenberechnung (BGF, NGF, Nutzfläche).

Quelle: DIN 277.

DIN 1054

Regeln für Standsicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau.

Quelle: DIN 1054.

DIN 18040

Barrierefreies Bauen – Anforderungen für öffentlich zugängliche Gebäude und Wohnungen.

Quelle: DIN 18040.

DIN 4020

Geotechnische Untersuchungen für Baugrund und Gründung.

Quelle: DIN 4020.

DIN 4108

Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden.

Quelle: DIN 4108.

DIN 4109

Schallschutz im Hochbau – Mindestanforderungen und Nachweise.

Quelle: DIN 4109.

DIN EN 1990

Grundlagen der Tragwerksplanung (Eurocode 0).

Quelle: DIN EN 1990.

DIN EN 1997

Geotechnik (Eurocode 7) – Grundlagen für Berechnung und Nachweise.

Quelle: DIN EN 1997.

DIN V 18599

Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnungsverfahren.

Quelle: DIN V 18599.

E
Erdgeschoss

Geschoss auf oder nahe der Geländeoberfläche.

Quelle: Praxisbegriff.

EEG

Erneuerbare-Energien-Gesetz, regelt die Förderung erneuerbarer Energien.

Quelle: EEG.

EnEV

Energieeinsparverordnung, Vorgängerregelung zum Gebäudeenergiegesetz.

Quelle: EnEV (außer Kraft), siehe GEG.

Einwendungen

Stellungnahmen im Bauleitplanverfahren während der öffentlichen Auslegung.

Quelle: BauGB.

Endabrechnung

Finale Kostenabrechnung nach Abschluss der Bauleistungen.

Quelle: BGB, VOB/B.

Ensembleschutz

Schutz von Gebäudegruppen als Ensemble im Denkmalschutz.

Quelle: BayDSchG.

Energieberater

Fachplaner für energetische Nachweise und Effizienzkonzepte.

Quelle: Praxisbegriff.

Entwurfsverfasser

Person, die den Bauantrag erstellt und unterschreibt.

Quelle: BayBO, BayBauVorlV.

Effizienzhaus

Energiestandard für Gebäude, der Förderfähigkeit und Energiebedarf beschreibt.

Quelle: KfW, BAFA.

Erbbaurecht

Recht zur Bebauung eines fremden Grundstücks gegen Erbbauzins.

Quelle: BGB (ErbbauRG).

Ersatzneubau

Abriss eines Bestandsgebäudes und Neubau auf demselben Grundstück.

Quelle: Praxisbegriff.

Erweiterung

Bauliche Vergrößerung eines Bestandsgebäudes (z. B. Anbau, Aufstockung).

Quelle: Praxisbegriff.

Entwurfsplanung

Konkretisierung des Vorentwurfs; Grundlage für Genehmigung.

Quelle: HOAI-Gesetzestext (LPH 3).

F
Festsetzungen

Verbindliche Regelungen im Bebauungsplan (z. B. GRZ, GFZ, Bebauungsweise).

Quelle: BauGB, BauNVO.

Freianlagenplaner

Fachplaner für Außenanlagen, Stellplätze und Erschließung.

Quelle: Praxisbegriff.

Firsthöhe

Höhe der Dachfirstlinie, oft im B‑Plan festgelegt.

Quelle: Festsetzungen im Bebauungsplan.

Fluchtweg

Weg zur sicheren Evakuierung bei Gefahr.

Quelle: BayBO, Brandschutz.

Flächennutzungsplan (FNP)

Vorbereitender Bauleitplan, der die geplante Nutzung der Flächen darstellt.

Quelle: BauGB.

Funktionsfläche

Flächen für technische oder funktionale Zwecke (z. B. Heizung, Technikräume).

Quelle: DIN 277.

Fertigbau (Fertighaus)

Seriell vorgefertigte Bauweise mit schneller Montage auf der Baustelle.

Quelle: Praxisbegriff.

Frosttiefe

Mindesttiefe bis zu der Boden gefriert; relevant für Fundamenttiefe.

Quelle: DIN EN 1997, DIN 1054.

Fundamenttiefe

Mindesttiefe des Fundaments unter Geländeoberfläche zur Lastabtragung.

Quelle: DIN EN 1997, DIN 1054.

Fußbodenoberkante

Höhenbezugspunkt der fertigen Fußbodenoberfläche (OKFF/FFB).

Quelle: Praxisbegriff, Bauvorlagenverordnung.

Flächenbegriffe

Grundbegriffe wie BGF, NGF und Nutzfläche für Planung und Kosten.

Quelle: BauNVO, DIN 277.

Flächenberechnung

Ermittlung von BGF, NGF und Nutzflächen nach DIN‑Regeln.

Quelle: DIN 277.

G
Gebäudeklasse

Einteilung nach Gebäudehöhe und Nutzung; maßgeblich für Anforderungen.

Quelle: BayBO (Art. 2 Abs. 3).

Geländeoberfläche

Bezugshöhe für Gebäudehöhe und Abstandsflächen.

Quelle: BayBO.

Genehmigungsfreiheit

Zulässigkeit bestimmter Vorhaben ohne Genehmigung bei Einhaltung der Regeln.

Quelle: BayBO (Art. 57).

Geschosse

Ebenen eines Gebäudes; Anzahl der Vollgeschosse ist baurechtlich relevant.

Quelle: BayBO, BauNVO.

Gründung

Konstruktive Grundlage, die Lasten in den Baugrund ableitet.

Quelle: Praxisbegriff, DIN 1054.

GWB

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, zentrale Grundlage im Vergaberecht.

Quelle: GWB.

Gewerbegebiet

Baugebiet, das vorrangig der Unterbringung von Gewerbebetrieben dient.

Quelle: BauNVO.

GaStellV Bayern

Bayerische Garagen- und Stellplatzverordnung.

Quelle: GaStellV (BY).

Grundstücksfläche

Gesamtfläche eines Grundstücks als Grundlage für GRZ/GFZ.

Quelle: BauNVO, Praxisbegriff.

Genehmigungspflichtig

Vorhaben, das eine Baugenehmigung erfordert.

Quelle: BayBO.

Genehmigungsverfahren

Ablauf von Antrag, Prüfung und Bescheid bei der Baubehörde.

Quelle: BayBO.

Gebäudehöhe

Maß der Gebäudehöhe, relevant für Abstandsflächen und Einordnung.

Quelle: BayBO, Praxisbegriff.

Geländer

Absturzsicherung an Treppen, Balkonen und Podesten.

Quelle: DIN 18065, Bayerische Bauordnung (BayBO) – beide regeln Geländer/Absturzsicherung.

Geschossfläche

Summe der anrechenbaren Geschossflächen als Grundlage für die GFZ.

Quelle: BauNVO.

Gewerke

Einzelne Fachbereiche der Bauausführung (z. B. Elektro, Heizung).

Quelle: Praxisbegriff.

Grundrisse

Schnitte durch das Gebäude als Teil der Bauvorlagen.

Quelle: Bauvorlagenverordnung (BayBauVorlV).

Grundstücksgrenze

Grenze des Grundstücks; maßgeblich für Abstandsflächen.

Quelle: BayBO, Praxisbegriff.

GRZ

Grundflächenzahl: Prozentualer Anteil der Grundstücksfläche, der überbaut werden kann; im Bebauungsplan festgesetzt.

Quelle: BauNVO.

H
Handlauf

Greifbarer Teil eines Geländers zur sicheren Nutzung von Treppen.

Quelle: DIN 18065, DIN 18040.

Holzbau

Bauweise mit Holz als tragendem Material, nachhaltig und schnell.

Quelle: BayBO, GEG-Gesetzestext.

Holzrahmenbau

Bauweise mit Holzrahmenkonstruktion, z. B. Ständer- oder Skelettbau.

Quelle: DIN EN 1995 (Holzbau).

I
Instandsetzung

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands durch Reparatur oder Austausch.

Quelle: Praxisbegriff.

Immissionen

Einwirkungen wie Lärm oder Geruch, die Nachbarschaftsrechte betreffen.

Quelle: BImSchG.

J
Jahres‑Primärenergiebedarf

Kennwert für die energetische Qualität nach GEG.

Quelle: GEG-Gesetzestext, DIN V 18599.

K
Kniestock

Aufkantung am Dachansatz bei geneigten Dächern.

Quelle: Praxisbegriff.

Kosten‑Einordnung

Frühe Einschätzung, welche Projektart und Standards bezahlbar sind.

Quelle: Praxisbegriff, siehe Mehr zu Kosten & Einordnung.

Kostenkontrolle

Abgleich von Planung und Budget über alle Leistungsphasen.

Quelle: DIN 276.

Kostenabweichung

Differenz zwischen geplanter und tatsächlicher Kostenentwicklung.

Quelle: Praxisbegriff.

Kostengruppe

Strukturierte Einteilung der Baukosten nach DIN 276.

Quelle: DIN 276.

Konstruktionsfläche

Flächenanteil für tragende und raumbegrenzende Bauteile.

Quelle: DIN 277.

Kalksandstein

Mauerstein aus Kalk und Sand mit guter Wärmedämmung.

Quelle: DIN EN 771-2.

Kellerdecke

Decke über dem Keller, relevant für Wärmeschutz und Statik.

Quelle: GEG-Gesetzestext, DIN 4108.

Kondenswasser

Tauwasser, das sich bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur bildet.

Quelle: DIN 4108.

Kostenschätzung

Grobe Kosteneinschätzung in frühen Planungsphasen.

Quelle: DIN 276, HOAI.

Kostenberechnung

Detaillierte Kostenermittlung auf Basis von Planungsunterlagen.

Quelle: DIN 276, HOAI.

Kostenvoranschlag

Kostenschätzung eines Unternehmens vor Auftragsvergabe.

Quelle: BGB, VOB/B.

Kubatur

Volumen eines Gebäudes, relevant für Planung und Kosten.

Quelle: Praxisbegriff, DIN 277.

L
Landesbauordnung (LBO)

Bauordnungsrecht der Länder, z. B. Abstände, Anforderungen, Verfahren.

Quelle: jeweilige Landesbauordnung, z. B. BayBO.

Laibung

Innenfläche einer Fenster- oder Türöffnung.

Quelle: Praxisbegriff.

LPH

Abkürzung für Leistungsphasen nach HOAI.

Quelle: HOAI.

Lageplan

Plan mit Grundstück, Umgebung und Gebäude; Bestandteil der Bauvorlagen.

Quelle: BayBauVorlV.

Lichthof

Innenhof zur Belichtung und Belüftung von Räumen.

Quelle: Praxisbegriff.

Lichtschacht

Schacht zur Belichtung und Belüftung von Untergeschossen.

Quelle: Praxisbegriff.

Lastannahme

Annahme von Lasten für die Tragwerksplanung (z. B. Eigenlast, Schnee, Wind).

Quelle: DIN EN 1991 (Eurocode 1).

Luftdichtheit

Dichtheit der Gebäudehülle gegen Luftströmungen.

Quelle: GEG, DIN 4108-7.

Lichte Höhe

Freie Höhe zwischen fertigen Oberflächen.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Lichte Maße

Innenmaße ohne Bauteile, relevant für Flächenberechnung.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Loggia

Eingezogener, überdachter Außenraum; anteilig Wohnfläche.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Leistungsverzeichnis (LV)

Positionsweise Beschreibung der Leistungen als Basis für Angebote.

Quelle: VOB/A, soweit anwendbar.

M
Massivbau

Bauweise mit massiven, tragenden Wänden und Decken (z. B. Ziegel, Beton).

Quelle: Praxisbegriff.

Mängelanspruch

Rechtliche Ansprüche bei Mängeln, z. B. Nachbesserung oder Schadensersatz.

Quelle: BGB (Werkvertragsrecht).

Mängelliste

Liste festgestellter Mängel, z. B. bei Abnahme oder Mängelanzeige.

Quelle: BGB, VOB/B.

Mauerwerk

Wandbaustoffe aus Steinen und Mörtel (z. B. Ziegel, Kalksandstein).

Quelle: Praxisbegriff.

Mischgebiet

Baugebiet, in dem Wohnen und Gewerbe zulässig sind.

Quelle: BauNVO.

Modernisierung

Maßnahmen zur Verbesserung des Standards, z. B. Energie, Komfort, Technik.

Quelle: Praxisbegriff.

N
Nutzfläche

Flächen, die einer Nutzung dienen (DIN 277).

Quelle: DIN 277.

Nutzlast

Veränderliche Lasten aus Nutzung, z. B. Personen und Möbel.

Quelle: DIN EN 1991.

Nutzungseinheit

Abgrenzbare Einheit für Nutzung und Gebäudeklassen.

Quelle: BayBO, Praxisbegriff.

Nachweisverfahren

Erforderliche Nachweise im Genehmigungsverfahren (z. B. Statik, Brandschutz).

Quelle: BayBO und Sonderbauverordnungen.

Neubau

Neubau eines Gebäudes mit vollständiger Planung und Genehmigung.

Quelle: BayBO (Errichtung baulicher Anlagen).

O
Öffentliche Auslegung

Auslegung von Bauleitplänen zur Einsichtnahme und Stellungnahme der Öffentlichkeit.

Quelle: BauGB.

Objektüberwachung (LPH 8)

Überwachung der Bauausführung, Qualität, Kosten und Termine.

Quelle: HOAI (LPH 8).

P
Perimeterdämmung

Wärmedämmung an erdberührten Bauteilen.

Quelle: DIN 4108, DIN 18533.

Privilegiert (Nebenanlagen)

Bestimmte Nebenanlagen sind unter Bedingungen genehmigungsfrei.

Quelle: BayBO (Art. 57).

Prüfsachverständiger

Prüft bestimmte Nachweise, z. B. Brandschutz oder Statik.

Quelle: BayBO, Sonderbauverordnungen.

Projektart

Einordnung des Vorhabens, z. B. Neubau, Umbau oder Sanierung.

Quelle: Praxisbegriff, siehe Mehr zu Projektart.

Passivhaus

Gebäudestandard mit sehr geringem Energiebedarf und hoher Effizienz.

Quelle: Praxisbegriff.

Photovoltaik

Stromerzeugung aus Sonnenenergie über PV‑Module.

Quelle: EEG, GEG-Gesetzestext.

Q
R
Reserve (Puffer)

Finanzieller Sicherheitspuffer für Unvorhergesehenes im Projekt.

Quelle: Praxisbegriff.

Rohbauabnahme

Abnahme des Rohbaus nach Fertigstellung der tragenden Struktur.

Quelle: BGB, VOB/B.

Rohbau

Tragende Struktur des Gebäudes vor dem Ausbau.

Quelle: Praxisbegriff.

Rettungswege

Anforderungen abhängig von Gebäudeklasse und Nutzung.

Quelle: BayBO und Sonderbauverordnungen.

Raumhöhe

Höhe eines Raums; relevant für Wohnflächenanteile.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Regionale Rahmenbedingungen

Lokale Vorgaben, Bodenverhältnisse und Besonderheiten der Region.

Quelle: örtliche Satzungen/B‑Plan, siehe Regionale Rahmenbedingungen.

S
Schichtaufbau

Aufbau der Bauteilschichten, z. B. Wand, Dach oder Boden.

Quelle: Praxisbegriff.

Schlussrechnung

Finale Rechnung nach Abschluss aller Bauleistungen.

Quelle: BGB, VOB/B.

Sicherheitsbeiwert

Faktor in der Tragwerksplanung zur Berücksichtigung von Unsicherheiten.

Quelle: DIN EN 1990 (Eurocode 0).

Setzung

Absenkung des Bauwerks durch Verdichtung des Baugrunds.

Quelle: DIN EN 1997, DIN 1054.

Streifenfundament

Fundament als Streifen unter Wänden zur Lastabtragung.

Quelle: DIN EN 1997, DIN 1054.

Schlüsselfertig

Bezeichnung für ein bezugsfertiges Gebäude nach Abschluss der Leistungen.

Quelle: MaBV (Bauträger), Praxisbegriff.

Schallschutz

Anforderungen zur Minderung von Geräuschen in Gebäuden.

Quelle: DIN 4109.

Schallschutznachweis

Nachweis der Schallschutzanforderungen, z. B. bei Mehrfamilienhäusern.

Quelle: DIN 4109.

Schnittstellenplanung

Abstimmung der verschiedenen Fachplanungen untereinander.

Quelle: Praxisbegriff.

Stahlbeton

Beton mit Bewehrungsstahl für hohe Tragfähigkeit.

Quelle: DIN EN 1992 (Eurocode 2).

Solarthermie

Nutzung von Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser.

Quelle: GEG-Gesetzestext.

Statik (Tragwerksplanung)

Nachweis der Standsicherheit.

Quelle: BayBO, Eurocode 0 (DIN EN 1990).

Statiker

Umgangssprachlich für Tragwerksplaner.

Quelle: Praxisbegriff.

Stützenraster

Rastermaß der Stützenanordnung im Grundriss.

Quelle: Praxisbegriff.

Sturz

Tragendes Bauteil über Öffnungen wie Fenster und Türen.

Quelle: Praxisbegriff.

Sonderbau

Gebäude mit besonderen Anforderungen, z. B. Versammlungsstätten.

Quelle: BayBO, Sonderbauverordnungen.

Stellplatzverordnung

Kommunale Satzungen zur Stellplatzpflicht.

Quelle: BayBO, GaStellV (BY).

Stellplatzsatzung

Kommunale Satzung, die Anzahl und Ausführung von Stellplätzen festlegt.

Quelle: Kommunale Satzungen.

T
Tragwerksplanung

Statik und Standsicherheit des Gebäudes.

Quelle: BayBO, Eurocode 0 (DIN EN 1990).

Tragwerksplaner

Fachplaner für Statik und Standsicherheit.

Quelle: Praxisbegriff.

Taupunkt

Temperatur, bei der Wasserdampf zu Tauwasser kondensiert.

Quelle: DIN 4108.

Tragfähigkeit

Belastbarkeit des Baugrunds für die Gründung.

Quelle: DIN EN 1997, DIN 1054.

Tragwerk

Gesamtheit der tragenden Bauteile eines Gebäudes.

Quelle: Praxisbegriff.

Tragende Wand

Wand, die Lasten aus Decken und Dach abträgt.

Quelle: Praxisbegriff.

Traufhöhe

Höhe der Traufe, häufig im Bebauungsplan geregelt.

Quelle: Festsetzungen im Bebauungsplan.

TGA (Technische Gebäudeausrüstung)

Haustechnik wie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro.

Quelle: Praxisbegriff, siehe Artikel: Fachplaner.

Technikräume

Räume für haustechnische Anlagen wie Heizung, Lüftung oder Elektro.

Quelle: Praxisbegriff.

Terrasse

Außenfläche, die in der Wohnflächenberechnung anteilig zählt.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Terminplan

Zeitliche Struktur von Planung, Vergabe und Bauausführung.

Quelle: Praxisbegriff, siehe Planung & Umsetzung lesen.

U
U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil; je niedriger, desto besser.

Quelle: GEG-Gesetzestext, DIN 4108.

Umbau

Änderung der Gebäudestruktur oder Nutzung.

Quelle: BayBO (Änderung baulicher Anlagen).

Umnutzung

Änderung der Nutzung eines Gebäudes oder Gebäudeteils.

Quelle: Praxisbegriff.

Untergeschoss

Geschoss unterhalb des Erdgeschosses; relevant für Wohnfläche.

Quelle: WoFlV, Praxisbegriff.

Unterzug

Unterzugträger unter einer Decke zur Lastabtragung.

Quelle: Praxisbegriff.

UVgO

Unterschwellenvergabeordnung für öffentliche Aufträge.

Quelle: UVgO.

V
Verkehrslast

Lasten aus Verkehr und Nutzung, z. B. Personen oder Fahrzeuge.

Quelle: DIN EN 1991.

Vordach

Überdachung über einem Eingang oder Zugang.

Quelle: Praxisbegriff.

Vorplanung (LPH 2)

Erste Konzepte und Varianten, Kostenschätzung inklusive.

Quelle: HOAI (LPH 2).

Verkehrsfläche

Flächen für Erschließung und Bewegung, z. B. Flure, Treppen, Eingänge.

Quelle: DIN 277.

Vergabe

Auswahl und Beauftragung der Unternehmen nach Ausschreibung.

Quelle: VOB/A, UVgO, VgV.

VgV

Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge oberhalb der Schwellenwerte.

Quelle: VgV.

VOB

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen; relevant bei Ausschreibung.

Quelle: VOB/A, VOB/B, VOB/C.

W
Wandhöhe

Höhe der Außenwand, maßgeblich für Abstandsflächen.

Quelle: BayBO (Art. 6).

Wärmedämmverbundsystem

Außendämmung mit Putzsystem zur Verbesserung des Wärmeschutzes.

Quelle: GEG, DIN 4108.

WDV-System (Wärmedämmverbundsystem)

Abkürzung für Wärmedämmverbundsystem; Außendämmung mit Putzsystem.

Quelle: GEG, DIN 4108.

Wärmebrücke

Bereich mit erhöhtem Wärmefluss in der Gebäudehülle.

Quelle: DIN 4108.

WHG

Wasserhaushaltsgesetz, regelt den Umgang mit Gewässern und Grundwasser.

Quelle: WHG.

Wohngebiet

Baugebiet, das überwiegend dem Wohnen dient.

Quelle: BauNVO.

Wohngebäude

Gebäude, das überwiegend dem Wohnen dient.

Quelle: BauNVO.

Wärmepumpe

Heizsystem, das Umweltenergie nutzt (Luft, Erde, Wasser).

Quelle: GEG-Gesetzestext.

Wärmeschutz

Anforderungen an Dämmung und Bauteile, zentral für Energieeffizienz.

Quelle: GEG-Gesetzestext, DIN 4108.

Z
Zahlungsplan

Regelt Abschlagszahlungen und Fälligkeiten während des Baus.

Quelle: BGB, MaBV (Bauträger).

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Quellen und Rechtsgrundlagen

Über den Autor

Benjamin Schels, Architekt M.A., ist Inhaber des Architekturbüro Schels mit Sitz in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm).

Die Inhalte dienen der sachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Prüfung eines konkreten Bauvorhabens. Maßgeblich sind die jeweils geltenden gesetzlichen und örtlichen Regelungen (überwiegend Bayern).

Ich biete architektonische Beratungen mit definiertem Umfang zu Festpreisen an. Bei Unklarheiten klären wir das im kostenfreien Erstgespräch. → Kontakt aufnehmen

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